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Rückblick...

...der Sommer geht, der Herbst kommt, bzw. ist schon voll da. Lange wollte ich es nicht wahr haben, aber leider lassen sich sinkende Temperaturen, gelb/braune Blätter und das schlechte Wetter nicht mehr übersehen.
Und mit dem Herbst kommen meine Depressionen. Selbst die Umstellung auf eine neue Jahreszeit fällt mir schwer. Bereitet mir große Probleme. Dieser Sommer war ein ganz besonderer Sommer. Ich glaube ich habe sehr viel gelernt. Innerhalb weniger Monate bin ich ein ganzes Stück gereift.
Ich hab mich wochenlang mit Erschöpfungszuständen, Kreislaufproblemen und "Herzsprüngen" rumgeschlagen, bis es irgendwann zum Zusammenbruch kam. Im Krankenhaus habe ich dann plötzlich gemerkt wie gut es tut, abzuschalten, die Sorgen von den anderen abgenommen zu bekommen, bin aber auch durch ein ziemliches Tal gegangen. Mehrere Kreislaufzusammenbrüche, immer wieder extremer Trigger durch den Venenzugang im Arm. ABER: Anstatt ausgelacht zu werden oder kritisch angeguckt zu werden, hat das Personal fachmännisch reagiert. An meiner Nadel wurde nicht unnötig rumgebastelt, von Blutabnahmen wurde abgesehen. Das erste Mal, dass ich richtig ernst genommen wurde von meinem Umfeld mit meiner Krankheit.
Tja und dann kam meine Sommerromanze. Ich weiß noch genau, wie ich am 1. Krankenhausabend im Bett gelegen habe- total am Ende, verschwitzt, übermüdet, am zittern- es war nachts um 3 Uhr und mit IHM SMS geschrieben habe und einfach nur glücklich war. Gesundheitlich war ich am Tiefpunkt, psychisch gesehen auf dem Gipfel. In dieser Nacht hab ich 2 Stunden geschlafen und war dennoch glücklich wie nie. Danach unsere Treffen. Seine Art, sein Humor...alles....
In dieser Zeit hatte ich die Stärke das Schneiden zu unterdrücken. Er sollte keine Narben an den Beinen sehen, er sollte keine Narben an den Oberschenkeln und auch nicht an den Armen sehen. Er sollte mich gesund sehen, so wie man in der Regel seine Umwelt sehen möchte.
Dann das Ende...die Diskussion, der Streit....der Schmerz....am gleichen Tag noch das Schneiden- für jeden sichtbar auf der Hand- auch für ihn. Zwei Wochen später die Aussprache. Seitdem mein Absturz.
Dieser Absturz wäre eh gekommen. Früher oder später. Irgendwann.

Es ist Mitte Oktober....wir haben seitdem keinen weiteren Kontakt mehr. Wir sprechen nicht mehr, wir lachen nicht mehr. Dennoch steht was zwischen uns. Jeden Tag sehen wir uns auf Arbeit, jedes Mal wenn wir uns angucken steht was zwischen uns. Ich ertrage den dumpfen Schmerz mittlerweile mit Gleichgültigkeit, versuche ihn zu provozieren.

Ich hab Angst vor dem Winter, vor der Kälte, der Dunkelheit, der Weihnachtszeit, den Ferien wo mein Therapeut zu hat....ich hab so viel Angst.
Ich möchte jemanden haben der mich in den Arm nimmt, für mich da ist, wo ich abschalten kann, wo ich nicht mehr kämpfen muss, wo ich schwach sein kann. Und ich stehe mir selber im Weg, weil ich jeden Mann mit IHM vergleiche.

Ich bin gespannt was die kommenden MOnate bringen.
17.10.08 22:06
 


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