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Wenn man Hilfe sucht...

...findet man keine.
Ich war heute bei meiner Hausärztin. Die gab mir den gewünschten Vordruck mit und damit marschierte ich zur Krankenkasse. Auf dem Vordruck standen auch meine Diagnosen drauf:

F 41.0 Paniksyndrom
F 50.1 Atypische Anorexia Nervosa
F 60.3 Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline)

Mit dem Zusatz: "Die Teilnahme am sozialen Leben ist für Patientin langfristig nicht gesichert, es besteht erhöhte Suizidgefahr"

Damit rannte ich zur Krankenkasse. Der Sachbearbeiter kannte mich vom Handball. Na wunderbar. Ich war begeistert. Er las sich den Antrag durch und meinte, dass dieser zur Zentrale geschickt werden würde. Die würden dann gucken ob die Krankenkasse überhaupt zuständig sei. Vielleicht sei ja auch die Rentenkasse zuständig. Mir traten die Tränen in die Augen. Ich betonte nochmals wie dringend das Ganze sei und der gute Mann riet mir zu einer ambulanten Therapie. Ich konnte mich nur mühsam beherrschen, meinte aber daraufhin, dass ich bereits seit 6 Monaten in ambulanter Therapie sei. "Ach so" war sein Kommentar dazu. Na prima. Als ich ging wünschte er mir alles Gute und ich war wild entschlossen, sollten sie den Antrag ablehnen, würde ich ihnen zeigen wie dringend es sei.

Auf Arbeit hatte ich um 14 Uhr ein Date mit der SAP. Die wollte wissen wie es gelaufen war und zeigte sich auch nicht erfreut da drüber was los war. Kurz entschlossen rief sie meinen Psychologen an. Sie machte ihm klar, dass ich immer die kleine Heldin spielen würde und gar nicht zeigen (könnte) wie schlecht es mir gehen würde. Auf jeden Fall, dass mein Fall sehr dringend sei. Mein Psychologe kontaktiert nun morgen früh den medizinischen Dienst.
1.9.08 20:07


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WARUM????

Das ist zwar die dümmste Frage die man sich stellen kann, aber warum um alles in der Welt ich? Warum muss ich diesen täglichen Kampf kämpfen, warum bin ich dazu verdonnert immer wieder die Hölle auszuhalten und danach für kurze Zeit in den Himmel zu kommen? Warum kann nicht einmal etwas glatt gehen? Ich bin kein egoistischer oder neidischer Mensch, aber warum konnte das mit IHM nicht klappen? Warum klappt es bei anderen, aber bei mir nicht?

 

WARUM UND WOZU UM ALLES IN DER WELT DIESER GANZE MIST??????? 

1.9.08 21:07


Ich suche Hilfe...

ich gehe zur Krankenkasse und gebe meinen Antrag ab. In den Augen Tränen als sie mir sagen, dass sie die Kosten evtl. nicht übernehmen.
Ich suche Hilfe und gehe zur Sozialen Ansprechpartnerin auf Arbeit. Die ruft meinen Psychologen an, der will den medizinischen Dienst anrufen.
Ich suche Hilfe und rufe heute morgen meinen Psychologen an. Die Sprechstundenhilfe weigert sich, mich zu ihm durchzustellen. Ich kriege einen halben Anfall- und einen Termin für 17 Uhr.
Ich suche Hilfe und rede 1,5 Stunden mit meinem Lehrer. Und kriege am Ende seine E-Mail Adresse. Alle bieten mir Hilfe an, aber ich fühle mich wie tot. Hab keine Meinung dazu.
Ich suche Hilfe und fahre zu meinem Psychologen. Der sagt mir, dass das absolute Chaos herrscht. Die Soziale Ansprechpartnerin ruft dauernd bei ihm an. Der medizinische Dienst hat zugestimmt, braucht aber den Antrag von der Krankenkasse. Die Krankenkasse weiß nicht wo der Antrag ist. Über mich existieren keine Unterlagen. Ich suche Hilfe und halte mich am Stuhl fest. Gucke meinen Psychologen hilfesuchend an. Er versteht mich. Die 15min heute sind Entschädigung für die beschissene Stunde am Freitag. Ich sage das ich nicht mehr kann. Ich suche Hilfe und würde am liebsten nie mehr aufstehen. Ich will dort bleiben. Dort bin ich sicher, dort tut mir keiner was. Ich will nicht weg von ihm, will nicht zu fremden Therapeuten. Aber ich muss gehen. Ich muss raus gehen und diesen gottverdammten Kampf weiter kämpfen. Er guckt mich an und fragt ob es geht....nein, nichts geht. Ich kann nicht mehr. Ich könnte heulen, schreien, um mich schlagen...ich lasse es sein, verdränge alles, spüre diesen dumpfen Schmerz und fahre nach Hause.

Und suche weiter Hilfe. 

2.9.08 22:18


WARUM IST DER ERSTE SCHMERZ DEN ICH MORGENS SPÜRE AUSGERECHNET WEGEN DIR????????????
2.9.08 22:20


Mein Antrag ist da. Mein Antrag ist abgelehnt. Er kommt morgen zurück, muss dann zur Rentenkasse. Die Krankenkasse denkt ich werde erwerbsunfähig. Stress. Wut. Hoffnungslosigkeit. Ich laufe aus der Klasse, laufe eine Runde über den Schulhof. Überlege an den unmöglichsten Dingen, atme tief durch und gehe wieder zurück. Keiner merkt mir was an.
Nächste Woche Samstag geht mein Psychologe in Urlaub. Doe Soziale Ansprechpartnerin auf Arbeit schon FReitag. Ich kann nicht mehr. Verdammt ich schaffe es nicht mehr!!!!!! Muss ich erst beweisen wie dringend es ist? Es kann doch nicht sein, dass sich seit drei Wochen NICHTS tut?????
3.9.08 20:48


Visionen

Ich seh mich in der Klinik sitzen. Abends. Nachts. Am Wochenende. Verlassen. Einsam. Alleine. Depressiv, krank, zwischen lauter anderen Kranken. Draußen geht das Leben weiter, aber nicht für mich. Ich weiß, dass ich mindestens einen Versuch unternehmen werde abzubrechen. Dieser Grundgedanke ist jetzt schon da. Ich bin Borderliner, das geht alles nicht so einfach.
Ich habe Angst. Ich bin alleine. Ich brauche jemanden der mich in den Arm nimmt. Es gibt niemanden. Ich habe Angst vor den Depressionen und den bösen Geistern die mich beschleichen. Ich kann nicht mehr. Vielleicht will ich gar nicht in die Klinik? Ich komme aus der Nummer nicht mehr raus. Ich weiß wenn ich abbreche verliere ich Hilfe. Aber ich weiß der Moment wird kommen.
Wozu soll ich kämpfen? Im Moment habe ich nichts, wofür es lohnt zu kämpfen.
Ich hab große Angst.
3.9.08 20:52


Schon wieder sitze ich im Wartezimmer. Die alte Haustür knarrt, eine Frau huscht vorbei. Ich kämpfe einen inneren  Kampf, den mir so keiner ansieht. Völlig ruhig sitze ich da, atme ganz bewusst den Praxisgeruch ein. Ich höre ihn reden. Ich bin aufgewühlt. Gucke auf die Unterlagen in meiner Hand. Dann endlich darf ich rein. Und da bin ich schon wieder. Zum zweiten Mal diese Woche. Er guckt mich an. Gibt mir die Hand. Ich knalle ihm den Stapel Papiere hin, sage mit letzter Beherrschung, dass er da wohl was ausfüllen muss. Er guckt sich alles durch und stellt dann fest, dass das die Hausärztin machen muss. Er als mein Therapeut sei nicht zuständig. Ich schnaufe, sacke zusammen und verdrehe genervt die Augen. Er mustert mich einen Moment. "Dass Sie im Moment so hin und her geschickt werden ist natürlich mehr wie unglücklich!" mehr wie unglücklich.....in mir brodelt alles. Ich würde am liebsten ausrasten, ihm an den Kopf knallen, dass ich nicht mehr in diese scheiß Klinik will, dass mir alles egal ist. Aber ich mache es nicht. Ich höre mir geduldig an wie er mir einen Vortrag hält, dass ich alle heiß gemacht hätte wegen der Klinik und ich nicht mitarbeiten würde, weil ich keine Anti Depressiva nehmen würde. ICH arbeite nicht mit?????? Die Wut bohrt sich in meinen Bauch, treibt mir die Tränen in die Augen. Ich arbeite nicht mit? Ich kann mir immer noch nicht eingestehen, dass ich wirklich krank bin, ich bemühe mich so gut es geht Hilfe anzunehmen, Hilfe zu suchen. Mittlerweile gibt es kaum jemanden in meinem Umfeld, der nicht Bescheid weiß. Kann er sich vorstellen wie schwer das ist? Und nur weil ich diese dämlichen Tabletten nicht nehmen will arbeite ich nicht mit? Ich sage nur: "Wegen den Tabletten wollte ich eh heute mit Ihnen reden!" ausgerechnet heute Morgen hatte mich die Soziale Ansprechpartnerin auf Arbeit überredet doch zu Tabletten zu greifen. Weil sie meint ich hab es so nötig. Ich meine sie will nur beruhigt in den Urlaub fahren. Er guckt mich an. Es ist Ruhe. Draußen zwitschern die Vögel. Wenn ich rausgucke sehe ich einen Kirchturm, Wiese und Feld. Wie kitschig, aber so siehts nun mal aus bei uns. Dann fragt er ganz behutsam: "Was ist mit den Tabletten?" ich kann nicht sprechen. Der Kloß im Hals wird fester, die Tränen betteln darum, rollen zu dürfen. Verdammt, ich kann ihm nicht sagen, dass ich Tabletten nehmen will. Nicht, nach dem Vortrag eben. Dann würde ich mich so hassen, dass ich schneiden müsste. Er ruft seine Sprechstundenhilfe: "Ein Rezept bitte". Er hat mich auch so verstanden. Er notiert die Tabletten. "Wenn Sie sich damit umbringen wollen muss ich Sie enttäuschen, Sie werden nur Bauchkrämpfe ohne Ende bekommen. Und eine Magenspülung würde ich Ihnen gerne ersparen, das ist für beide Seiten immer nicht so angenehm!" ich starre ihn an und zische so feindselig wie möglich: "Schade, dann muss ich mir wohl eine andere Möglichkeit suchen!" er lächelt schwach und meint: "Wie wäre es mit dem Fenster hier?(Erdgeschoss, also zwecklos)!" ich: "Wunderbare Idee, oder vielleicht macht es mehr Eindruck bei der Rentenkasse, wenn ich von ner Brücke springe?" jetzt weine ich wirklich fast. Ich wende meinen Blick ab, starre auf das Skellett, was am anderen Ende vom Raum steht. Er weiß genau was los ist. Er atmet tief durch und meint: "Das ist genau das, wovor ich Sie gewarnt habe- so reagiert Ihre Umwelt eben wenn sie mitkriegt, was mit Ihnen los ist!" ich hauche noch: "Mir ist das alles zu viel!" er guckt mich wieder lange an. "Das glaub ich Ihnen....aber da müssen wir jetzt durch!" ich meine noch mit letzter Boshaftigkeit betonen zu müssen, dass ich den Entschluss mit der Klinik bereue. Er reicht mir mein Rezept und meint das er das verstehen kann. Am liebsten würde ich das Rezept noch vor seinen Augen zerreißen, aber er hat schon die Tür nach draußen geöffnet und die Sprechstundenhilfe guckt mich freundlich an. Mit letzter Fassung verabschiede ich mich, stürme nach draußen und heule kaum das ich vor der Tür bin Rotz und Wasser. Ich heule auch noch, als ich 20min später die Apotheke betrete und nach dem Medikament frage. Es ist nicht vorrätig. Ich heule noch mehr. Abends wälze ich mich weinend in meinem Bett hin und her, die Rasierklinge liegt bereits auf dem Nachtisch, ich müsste eigentlich schneiden. Aber wo? Wie? Ich glaube ich werde verrückt. Ich schüttel immer und immer wieder den Kopf, um die Gedanken heraus zu bekommen. Irgendwann schlafe ich ein....aber auch im Traum geht die Qual weiter. Ich finde keine Ruhe vor den Gedanken, den bösen Geistern. Ich kämpfe. Und doch hab ich irgendwie das Gefühl, dass ich verlieren werde.
6.9.08 16:28


Herbst

Nun sitze ich hier und denke mal wieder so über meine Leben nach. Mein Vater meinte grade es wird Herbst. Und ich gucke raus und sehe das er recht hat. Leider. Zum Einen bin ich froh. Nach dem Herbst kommt der Winter und dann ist auch die Jahreszeit der Freizügigkeiten vorbei. Man muss sich keine Gedanken mehr machen ob man sich an den Badesee traut, sich den Blicken der anderen aussetzt oder ob dort jemand die Schnittwunden bemerken könnte. Es geht nicht mehr da drum im möglichst kurzen Röckchen und tiefen Ausschnitt auf irgendwelchen Poolpartys rum zu hampeln und bis tief in die Nacht knutschend mit irgendwelchen Typen den Sonnenuntergang anzugucken. Ja vielleicht spricht hier raus auch etwas Neid. Das ich meine ich hab eben nicht DIE perfekte Bikinifigur und vor allem hab ich keinen Typen zum Knutschen im Moment. Und schon gar nicht frisch verliebt.
Zum Anderen macht mir der Gedanke an die dunkle und kalte Jahreszeit auch Angst. Die Sonne wirkt wie Balsam auf meine Seele. Wenn es in mir drinnen dunkel ist, dann wenigstens draußen bitte nicht. Und wenn ich an verregnete Tage und Schneematsch auf den Straßen denke könnt ich schon kotzen.
Wieder einmal geht ein Sommer. Die Zeit verrennt.
Und ich sitze hier und denke nach. Über meine Emotionslosigkeit. Ich bin in den letzten Tagen zu der glorreichen Erkenntnis gekommen, dass ich mich teilweise gar nicht mehr richtig spüre. Das ich das Schneiden und die ganze Krankheit auch brauche, um mich täglich neu zu spüren. Um zu merken, dass noch Leben in mir steckt. Ich lebe so vor mich hin- Tag für Tag....irgendwie immer nach dem gleichen Schema. Aber es gibt nichts, wofür es sich so richtig lohnt aufzustehen. Meine soziale Ansprechpartnerin auf Arbeit meinte ich würde mich im Moment selber therapieren, indem ich zur Arbeit gehe, obwohl ich zum Arbeiten selber eigentlich gar nicht fähig bin. Irgendwie hat sie recht. Aber was soll ich denn auch zu Hause? Ich hätte so gerne ein Tier. Eine Katze oder noch besser einen Hund. Ich weiß dann hätte mein Leben wieder ein Stückchen mehr Sinn.
Manchmal muss ich mich schneiden, um mir zu sagen: Hey hallo, du lebst noch. Manchmal muss ich mich mit jemandem total heftig streiten um mir zu beweisen, dass mich doch noch jemand gerne hat. Und wenn ich davon nicht überzeugt bin streite ich mich auch gerne noch mehrmals. Bis derjenige irgendwann abhaut und ich mich wieder bestätigt sehe, dass sowieso niemand etwas mit mir zu tun haben will. Wenn jemand denkt er kennt mich und er hat mich durchschaut, dann schlage ich genau in die andere Richtung um, um ihnen allen zu beweisen, dass mich niemals jemand richtig kennen wird und mich auch niemals jemand richtig durchschauen wird. Es gibt wenige Personen in meinem Leben die es geschafft haben. Alle haben mich verletzt, alle sind gegangen. Und für jede einzelne dieser Personen habe ich mich schon geschnitten.
Wenn ich jetzt einen Boxsack hätte....dann könnte ich meine ganze Wut und Hilflosigkeit an dem Ding auslassen. Aber hab ich ja nun mal nicht.
Ich fühl mich so entsetzlich schwach im Moment, ich weiß nicht ob es an den Tabletten liegt.
Im Moment will ich auch nichts fühlen. Hab meine Emotionen auf kalt gestellt. Keine Liebe, keinen Schmerz, keine Wut und keine Trauer bitte. Davon hab ich genug- bis auf die Liebe.
Ich weiß nicht wohin das alles noch führen soll...ich weiß nicht mal ob das mit der Klinik die richtige Entscheidung war oder ob ich vorher noch einen Rückzieher mache, um allen zu zeigen, dass sie mich eben doch nicht kennen, dass ohne mich gar nichts läuft bei der ganzen Sache.....
6.9.08 18:03


Für DICH........du weißt sicher auch, dass es 100% auf dich passt oder? Wie für DICH geschrieben...

 

Ich bin seit Wochen unterwegs
Und trinke zu viel Bier und Wein
Meine Wohnung ist verödet,
Meinen Spiegel schlag’ ich kurz und klein
Ich bin nicht die, die ich sein will
Und will nicht sein, wer ich bin
Mein Leben ist ein Chaos
Schau mal genauer hin

Ich bin tierisch eifersüchtig und ungerecht zu Männern
Und wenn es ernst wird, bin ich noch immer abgehauen
Ich frage grade dich:
Macht das alles einen Sinn?
Mein Leben ist ein Chaos
Schau mal genauer hin

Und du glaubst, ich bin stark
Und ich kenn den Weg
Du bildest dir ein,
Ich weiß, wie alles geht
Du denkst, ich hab alles im Griff
Und kontrollier’, was geschieht,
Aber ich steh nur hier oben und sing’ mein Lied

Ich bin dauernd auf der Suche
Und weiß nicht mehr, wonach
Ich zieh’ Nächte lang durch Bars
Immer der, der am lautesten macht
Niemand sieht mir an, wie verwirrt ich wirklich bin
Ist alles nur Fassade,
schau mal genauer hin

Und du glaubst, ich bin stark
und ich kenn’ den Weg
Du bildest dir ein, ich weiß, wie alles geht
Du denkst, ich hab alles im Griff
und kontrollier’, was geschieht,
aber ich steh’ nur hier oben und sing’ mein Lied
ich steh nur hier oben und sing’ mein Lied

Stell dich mit mir in die Sonne
oder geh mit mir ein kleines Stück
Ich zeig’ dir meine Wahrheit für einen Augenblick
Ich frage mich genau wie du:
Wo ist hier der Sinn?
Mein Leben ist ein Chaos,
schau mal genauer hin

Und du glaubst, ich bin stark
und ich kenn’ den Weg
Du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht
Du denkst ich hab alles im Griff
Und kontrollier’, was geschieht,
aber ich steh’ nur hier oben und sing’ ein Lied
Ich steh nur hier oben und sing’ ein Lied

8.9.08 20:45


Keine Tablette dieser Welt...

...kann mir die Schmerzen nehmen, die ich tief in meiner Seele spüre. Sie kann sie höchstens unterdrücken. Aber was unterdrückt wird kann nicht heilen und nicht verarbeitet werden.

Ich hab mich eben geschnitten. So verzweifelt sehne ich mich nach Liebe, dass selbst ein einfacher Liebesfilm im TV triggernd wirkt. Das ich Schmerzen dabei empfinde die nicht mehr normal sind. Diesmal ist es die linke Handfläche. Oben drauf. Damit es auch schön jeder sieht. Jetzt weiß es jeder, jetzt kann es also auch jeder sehen. Gut das ich bereits in den letzten Tagen mit Armstulpen rum gerannt bin.

Ich sehne mich nach etwas und weiß nicht mal genau was es ist- Ruhe? Freiheit? MEIN Leben? Wahre Liebe? Wahre Freundschaft? Alles vermutlich. Ich suche meine innere Ruhe. Zufriedenheit.

Warum fällt ER mir da immer ein? Warum stelle ich mir vor, dass ich morgens bei ihm aufwache und meine Sorgen sind winzig? Das ich abends mit ihm einschlafe und alles ist ok? Das ich mit ihm sonst wohin fahren kann und alles ist prima?
Verdammt, so kann es nicht weitergehen. Ich muss den Mann aus meinem Kopf raus kriegen.

Ich liebe meine Abgeklärtheit nach solchen Rückfällen. Plötzlich scheint alles so einfach. So simple. Schlimm, dass dafür erst Blut fließen muss.

Ich mag zu meinem Therapeuten....
Gehe nun ins Bett, schlafe meinen Rausch aus.
9.9.08 22:36


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