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Morgen werden wir uns wieder treffen. Ich vermisse ihn so. Ich bin gespannt was passieren wird und ob etwas passieren wird. Ich werde es drauf anlegen.
Heute Abend kommt mein Freund vorbei. Komisches Gefühl. Ich bin eigentlich nicht hinterlistig. Nicht untreu. Nicht verletzend. Man muss mir ziemlich viel antun, damit ich so werde.
Ich sehne mich so verzweifelt nach seiner Nähe, nach seinen Zärtlichkeiten, nach seinem Lächeln und seinem Duft, dass es weh tut.
1.8.08 16:43


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Yesterday...

...wir waren gestern wieder zusammen weg. Um 20 Uhr war ich bei ihm. Manchmal frage ich mich zwischendurch, was ich da überhaupt mache. Es ist so unwirklich. Die Woche über ignorieren wir uns auf Arbeit um die Gerüchte nicht zu schüren und dann plötzlich sitze ich in seiner Wohnung im Wohnzimmer.
Zwei Stunden haben wir gequatscht. Dann sind wir in die Bar gefahren wo wir letzte Woche auch schon waren. Er ist toll....ich hab so viel Spaß mit ihm....ich kann ohne Ende lachen. Wir verstehen uns einfach.
Da er den ganzen Tag gearbeitet hatte, sind wir gegen 0 Uhr schon wieder zurück zu seiner Wohnung gefahren. Er war keine 2m vom Auto weg, da hatte ich schon Sehnsucht, hab ihn vermisst und wäre am liebsten hinterher gerannt.
Das Treffen für nächsten Samstag steht schon, dennoch geht es mir schlecht. Ich vermisse ihn, ich weiß, dass die Woche wieder super hart wird. Gerne würde ich ein bisschen auf Abstand gehen, damit er sich mal melden muss, aber ich kenne mich und weiß, dass ich das nicht schaffen werde.
Und die Frage wie es mit meinem Freund weitergeht....Donnerstag muss ich zu meinem Psychologen. Ich kann es kaum noch abwarten.
3.8.08 13:07


Abschied auf Zeit

Ich laufe ziellos durch die Straßen. Die Straßen der Stadt in der ich geboren wurde, wo ich groß wurde und wo ich heute immer noch lebe. Ich kenne hier ziemlich jede Straße, unzählige Leute und verbinde fast jeden Ort mit Erinnerungen. Meine erste "große Liebe" (dachte ich damals), der erste Liebeskummer, Angst vor Klassenarbeiten und Elternabenden, Heimlichkeiten mit der besten Freundin....
Und dennoch fühle ich mich plötzlich fremd hier. Während ich durch die Straßen laufe kommen mir die Tränen und ich merke wie ich langsam aber sicher Abschied nehme.
Ich spüre das ich weggehen werde. Ich weiß noch nicht wann und wohin und wie lange, aber ich weiß, dass ich weggehen werde.

Alles in mir sehnt sich im Moment nach IHM. Samstag sehen wir uns wieder. Ich bin verliebt. Zu heftig, zu doll. Ich versuche mich zu bremsen. Es klappt eher schlecht. Meine Kollegin versucht mir einzureden, dass er sich vielleicht auch verliebt, dass wir ein tolles Paar wären. Ich weiß, dass es nicht so sein wird. Es wäre zu schön, zu perfekt.
Ich möchte am Samstag mit ihm ins Bett. Ich weiß, dass es mir das Herz brechen wird, wenn danach plötzlich alles anders ist und wir uns nicht mehr in die Augen sehen können. Aber ich will es so sehr.
Ich will ihn anrufen, will seine Stimme hören, will einfach mit ihm reden. Ich verbiete es mir selber.
5.8.08 20:26


Langeweile besäuft sich
meilenweit
ich zähl die ringe an meiner Hand
da draußen alles dreht sich
still um nichts herum
und ich male deine schatten an jede Wand

Es kommt so anders als man denkt,
herz vergeben
herz verschenkt

ich gab dir meine Liebe,
gab dir zeit, geduld und geld
ich legte mein leben
in deine kleine welt
wer auch immer dir jetzt den regen schenkt,
ich hoffe es geht ihm schlecht
wer auch immer dich durch die nacht bringt
bitte glaub ihm nicht

Es kommt so anders als man denkt,
herz vergeben
herz verschenkt ...

es ist so oh oh ohne dich
es ist so widerlich
ich will das nicht
denkst du vielleicht auch mal an mich ?
es ist so oh oh ohne dich
und wenn du einsam bist
denkst du vielleicht auch mal an mich ..?!

Ich nähte mir einen Bettbezug aus der zeit die wir hatten
und trink mir alte wunden an
so tief und allein
kein berg den ich nicht versetzt hab,
zog jede chance an den haaren herbei
für ein leben lang
zu leben
so wild und so frei


Es kommt so anders als man denkt,
herz vergeben
herz verschenkt ...


es ist so oh oh ohne dich
ich find es widerlich
ich will das nicht
denkst du vielleicht auch mal an mich ?
es ist so oh oh ohne dich
und wenn du einsam bist
denkst du vielleicht auch mal an mich ..?!

Copyright by Selig "Ohne dich"
7.8.08 20:43


Nächste Woche geht die Schule wieder los. Ich hasse es. Ich hasse diese Veränderungen in meinem Leben. Vor 6 Wochen wollte ich keine Ferien, jetzt mag ich keinen Beginn.

Als ich zu meinem Lehrer damals gesagt habe ich wüsste nicht, ob ich nach den Ferien wiederkommen würde.....ich wünschte ich würde nicht wiederkommen.

Ich muss zurück kehren zu den Leuten, die keine Ahnung haben. Die nicht verstehen das es wichtigeres gibt als den Stoff in Schulbüchern. Ich kämpfe jeden Tag ums Überleben.

Ich habe große Probleme mit dem Essen im Momnent. Ich verbiete mir selber Mahlzeiten, versuche "diszipliniert" zu sein. Allen meinen Kolleginnen ist aufgefallen, dass ich abgenommen habe. Meinen Rock in Größe 38 kann ich ohne Gürtel locker über die hüfte ziehen. Ich will dünner werden, sehe mich selber als zu dick.

Will ich leben oder will ich sterben? Ich weiß es nicht. Heute Nacht um 3 bin ich wach geworden und hab Panik bekomme, hab gedacht ich müsste sterben, bin hoch geschreckt und danach wieder in tiefen Schlaf gefallen.

Ich möchte zu IHM....nichts anderes. Ich bin längst rettungslos verliebt. Ich vermisse ihn, ich suche seine Nähe, seine Blicke, sein Lachen. Ich will ihn berühren.

Samstag? Ich weiß es nicht. Ich werde alles versuchen. Ich will es unbedingt. Aber ich weiß nicht was er will. Ich möchte in seinen Armen einschlafen und wenigstens für ein paar Stunden alles vergessen. Ich hoffe so sehr das es klappt.
7.8.08 20:52


The end

Es ist Aus, bevor es angefangen hat. Er meint ich wollte mehr und das könnte er mir nicht geben. Er meint er hat eine Freundin - wahrscheinlich seit dieser woche.
Ich bin tot innerlich. Ich will ritzen, ich will Schmerzen, ich will Hungern. Ich werde heute Abend schneiden. Es gibt nichts mehr was mich abhalten kann.
Ich hab vertraut, ich bin mal wieder auf die Schnauze gefallen damit.
8.8.08 10:55


Und wieder einmal Therapie. Zwei Wochen ist es her, dass ich mit dem festen Entschluss, die Therapie abzubrechen die Praxis verlassen habe. Mein Therapeut sieht mich, winkt mich heran und deutet grinsend auf sein Behandlungszimmer. Man muss schon einiges an Situationskomik, bzw. Galgenhumor besitzen, um mit manchen Situationen fertig zu werden.
Meine Stimmung liegt bei "ganz gut" bei -5. Stolz berichte ich, dass ich letztens sogar einmal im Plus war mit meiner Stimmung. Und dann erzähle ich. Von IHM, von unserem Kontakt, unseren Treffen. Von meiner kaputten Beziehung, davon wie gut er mir tut.
Mein Therapeut guckt sich das erste Mal meine Narben an. Ich sitze im Rock dort. Mit Selbstbräuner und einer Strumpfhose habe ich versucht sie zu vertuschen. Er meint jeder der halbwegs Ahnung hätte würde sie sehen und erkennen.
Er sagt, dass alles besser sei wie die kaputte Beziehung die ich im Moment führe.
Und dann kommt er mir plötzlich ganz nah emotional. Er vermutet dass ich mich schneide und mich selber bestrafe dafür, dass ich in der Kindheit nie so perfekt war wie meine Eltern das haben wollten. Und plötzlich erkenne ich: Er hat recht. Ich hasse mich wenn ich nicht perfekt bin, ich hasse es wenn andere Fehler machen. Ich bin sehr hart mit mir. Er flüstert nur: "Sind Sie so ein böses Mädchen, dass Sie sich bestrafen müssen?" ich nicke. Ich bin plötzlich ganz kalt und erzähle das es sein muss, dass die Schnitte sein müssen, dass ich nicht normal sein will. Fehler sind was schlechtes. Deswegen muss ich mich bestrafen und gleichzeitig demonstrieren das ich eben nicht perfekt bin. Das ich es nie sein werde.
Danach bin ich fertig. Ich bin den Tränen nah und weiß nicht genau wie mir geschieht.
Dennoch habe auch ich das erste Mal das Gefühl, dass wir ein Stück weitergekommen sind.

Abends geht der Stress dann richtig los: Um 21:30 kommt ER auf die Idee per SMS unser Verhältnis ausdiskutieren zu wollen. Ich möchte unbedingt, dass er zuerst antwortet. Er drückt sich. Er will wissen was ich denke und was ich fühle. Ich erzähle eiskalt das ich nur Freundschaft möchte, dass nicht mehr ist auf meiner Seite. Und was macht er? Drückt mir rein, dass er "jemanden hat den er sehr lieb hat" und zwei Stunden später ist das seine Freundin.

Wir reden über mehr wollen, über Freundschaft, über nicht mehr wollen. Er glaubt mir nicht, dass ich nur Freundschaft möchte. Die Sache mit der Freundin klingt komisch. Unstimmig. Unpassend. Warum schreibt er mir 400 SMS, warum treffen wir uns und telefonieren ewig?? Warum hat er das dann nicht mit seiner Angebetenen gemacht? Warum ist er nicht mit ihr um die Häuser gezogen?

Dennoch habe ich das Gefühl, dass mein Herz zerbricht. Ich habe das Gefühl ich kriege keine Luft mehr, ich müsste mich übergeben. Ich fühle nichts mehr, außer diesem Grellen Schmerz. Ich will schreien, ich will weinen. Nichts schaffe ich. Nur starr auf mein Handy gucken und auf die nächste SMS warten. Irgendwann um 2 Uhr schlafe ich ein.

Am nächsten Morgen (heute) reden mir meine Kolleginnen ein, dass die Story mit der Freundin nicht stimmt und er nur verletzte männliche Eitelkeit versteckt. Ich würde es gerne glauben, kann es aber nicht glauben. Ich bin schon verletzt.

Ich habe mal wieder zu viel investiert. Vertrauen macht kaputt.
 

8.8.08 19:46


Guten Morgen mein liebes Leben,

na was hast du heute geplant um mir weh zu tun, um mich kraftlos und schwach zu machen?

Um mir vor Augen zu führen das ich nicht genug bin für die Welt, dass ich es nicht schaffen werde?

Wirst du mir heute wieder bewusst machen, dass ich die Schmerzen brauche? Das ich Hungern muss?

Das ich nicht hübsch genug bin?

Das ich irgendwie wieder versagen werde?

Ich bin gespannt was heute wieder kommt und starte meinen täglichen Kampf mit mir selber und dem Rest der Welt...

9.8.08 10:11


Große Mädchen weinen nicht....

oder doch???
Ha ich habs mal wieder getan!!!! Ich hab geschnitten. Linkes Bein, Fuß. Als rechtshänder sei das typisch meinte mein Psychologe. Und die linke Hand und die rechte Hand. Oben drauf, kleine aber feine rote Schnitte. Kann man als Katzenkratzer verkaufen oder als Hundekratzer.
Ich hab diesmal eine frische Rasierklinge genommen. Die Schnitte gingen sofort sehr tief und waren sehr schmerzhaft. Kam auch direkt Blut.
Danach kam die innere Kälte. Das Frieren, das Weinen. Der Schmerz. Ich hab versucht mein Essen zu erbrechen, aber der Ekel vor dem Erbrechen ist noch zu groß, als das ich es wirklich schaffe. Irgendwann wird es so weit sein, das weiß ich.
Die Schmerzen auf meinem Fuß lassen mich die Schmerzen wegen IHM vergessen. DANKE hierfür!
Therapie? Ich überlege erneut abzubrechen. Mit einer "Ihr könnt mich mal" Einstellung zu leben. Mich zu schneiden wann ich will.
Es ist verrückt, dass ich mich ins Krankenhaus zurück sehne oder? Weil ich dort endlich mal ich sein konnte, weil ich mich dort mit meinen Problemen beschäftigen konnte.

Nun gehe ich schlafen, meinen Rausch ausschlafen.

Jede Narbe, jeder Schnitt steht für einen Schnitt/eine Narbe auf meinem Herzen und in meiner Seele. Diese Schnitte heute widme ich IHM.
10.8.08 14:32


Rückblick

auf die sechs Wochen Sommerferien. Was soll ich sagen? Ich glaube die ersten Wochen waren einfach ganz normal. Ich kann mich gar nicht mehr groß erinnern. Und dann ist ja auch relativ schnell die Geschichte mit dem Krankenhaus passiert. Und seitdem hat sich ja eh alles geändert.
Ich weiß nicht warum, aber die Zeit im Krankenhaus hat mich sehr stark geprägt. Nicht unbedingt die Angst vor der Diagnose, die hatte ich eigentlich zu keinem Zeitpunkt, weil mir relativ schnell gesagt wurde, dass es wohl nichts dramatisches sein würde. Sondern viel eher die Tatsache, dass ich 65km entfernt von zu Hause meinen ersten stationären Krankenhausaufenthalt überhaupt bewältigen musste. Meine Eltern waren mir in der Zeit leider keine große Hilfe. Ich habe gemerkt wer meine echten Freunde sind. Es gab Leute, die sich für 30min Besuch die 65km auf den Weg gemacht haben nach der Arbeit, nur um mich zu überraschen. U.a. meine Mädelsclique. Da standen mir echt die Tränen in den Augen. Überhaupt habe ich sehr sehr viel Besuch bekommen in diesen Tagen. Ich würde mal vorsichtig behaupten, dass ich ab 16 Uhr diejenige war, die auf der Station am meisten Besuch hatte. Kaum war der eine weg, kam der nächste. Das war schon toll.
Aber auch innerhalb der Patienten habe ich mich sehr gut eingelebt. Ich glaube ich bin ziemlich "gruppenverträglich". Man konnte mich überall dabei legen, ich hab mich überall schnell eingelebt. Unter den Patienten herrschte eine gewisse Gemeinschaft. Und endlich kam ich mir mit meiner Borderline-Problematik nicht mehr verloren vor. Ich war plötzlich unter Leuten die auch krank waren. Zwar anders krank, aber jeder hatte sein Päckchen mit sich zu tragen. Es war nicht mehr so, dass ICH die war, die komisch war, weil sie ein Problem hatte, sondern wir waren alle irgendwie belastet.
Und das war für meine Seele unendlich wichtig. Ich kam mir angenommen vor. Ich hab versucht den anderen patienten zu helfen wenn jemand nicht aus dem Bett kam oder es nicht schaffte das Pflegepersonal zu rufen. Ich hab mich mit den anderen unterhalten und mit den Pflegern Witze gemacht.
Als ich nach diesen 4 Tagen wieder raus kam, war das wie ein Schlag ins Gesicht. Plötzlich stand ich wieder in der realen Welt, wo Probleme ignoriert werden. Plötzlich war alles wieder rau und kalt. Und ganz ehrlich glaube ich, dass ich diese Umstellung bis heute nicht geschafft habe, obwohl meine Entlassung nun schon 4 Wochen her ist. Dieses Gefühl hängt mir noch dermaßen stark nach.

Es macht mir Angst Dienstag wieder in die Schule zu müssen. Ich habe Angst vor der Abschlussprüfung. Panik trifft es besser. Ich habe Angst vor den Leuten in meiner Klasse, obwohl ich die ja kenne. Ich freu mich lediglich auf eine Person. Auf einen Lehrer der Bescheid weiß. Der wenigstens ein bisschen ahnen kann was bei mir abgeht.

Ich will schlafen, nichts mehr fühlen, nicht mehr denken müssen.
10.8.08 17:58


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