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Achtung triggert

Warnhinweis:

Diese Seite beschäftigt sich u.a. mit dem Thema Selbstverletzung. Wer anfällig für so etwas ist sollte diese Seite umgehend wieder verlassen. 

11.5.08 20:09


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~Ich kann dich flüstern hören,

aber du hörst mich nicht mal

schreien!~


11.8.08 20:57


Immer war jemand da, der es besser versteht. Stets sagte man mir wo es langgeht. Keiner nahm Rücksicht auf das was ich will, stets hieß es- das kannst Du nicht- sei still! Stets wurde ich ermahnt, mach dies mach das. Manchmal überkam mich fast Hass. Ich tanzte zu Klängen, die mir nicht gefielen. Man spielte auf mir und meinen Gefühlen. Versuchte ich mal aufzumucken, bekam ich die Quittung und musste mich ducken. Ich wollte was sagen, man nahm mir das Wort. So ging es mit vielem - deshalb schlich ich mich fort. Ich zog mich zurück, ich wurde stumm, langsam glaubte ich selbst- ich bin dumm. Heut frag ich mich oft: Warum gab ich stets nach? Eigentlich kann ich ganz viel und bin nicht so schwach. Ich habe gern gearbeitet und war auch ganz gut. Warum nur fehlte privat mir der Mut? Ich fühlte mich müde und ausgebrannt. Das war doch nicht alles- sagt mein Verstand. Momentan fehlt mir der Antrieb, fehlt mir die Kraft. Möchte mich fallen lassen, fühl mich geschafft. Ich kann nicht mehr schwimmen, lasse mich treiben. Ich möchte gehen und werde doch bleiben. War das der Sinn von meinem Leben? Werde ich weiterkämpfen oder aufgeben? Doch ich seh für mich einen Hoffnungsschimmer. Es geht wieder aufwärts, es war doch schon schlimmer. Man hat mich gedemütigt, benutzt und betrogen, aber nicht ganz zerbrochen, höchstens verbogen. Vielleicht schaffe ich es zu sagen: Ich will! Laut zu schreien, nicht mehr leise und still. Mich zu wehren, meine Meinung zu sagen. Nicht mehr brav und lieb- nicht mehr verzagen. Ich will nicht mehr der Clown sein. Der lacht wenn er weint. Ich möchte frei atmen auch wenn die Sonne nicht scheint. Ich möchte wieder fühlen, das Leben ist schön, und erhobenen Hauptes durchs Leben gehen!
10.1.09 19:09


Wissen...

Was ich über ihn weiß....

Er ist sanft, er ist mitfühlend und verständnisvoll. Wenn er kommt wird der triste und trübe Stationsalltag ein Stück bunter und lebenswerter. Er gibt einem das Gefühl das liebenswerteste Lebewesen zu sein, obwohl man grade das genaue Gegenteil ausstrahlt. Er verurteilt nicht. Er lässt geschehen was sich nicht aufhalten lässt. Er hilft wenn er kann. Manchmal hört er einfach nur zu. Und wenn er dann nach langem Schweigen diesen einen Satz sagt, hat man fast das Gefühl er wäre derjenige der Trost braucht: "Es tut mir unendlich leid, dass es Ihnen so schlecht geht!" Dann kann er wieder sehr stark sein. Selbstbewusst, ein bisschen unnahbar. Er verbietet mir das Schneiden nicht, er duldet es. Er weiß ich kann nicht anders. Er passt auf, dass es nicht zu schlimm wird. Und gibt mir damit ein ganz neues Gefühl.
Ich weiß, dass es unsere Begegnungen waren, die mich zum Nachdenken gebracht haben.

Was ich über mich weiß....

Leider nicht sehr viel. Genau wissen tu ich über mich nichts. Alles was ich denke zu wissen, kann ich nur vermuten.

Ich glaube ich kann fühlen. So 10min am Tag schleicht sich so etwas ein, was man Energie nennen könnte. Ich glaube ich kann stark sein und selbstbewusst. Ich habe Stolz und davon manchmal etwas zu viel. Ich glaube manchmal kann ich richtig liebenswürdig sein. Zumindest schaffe ich es immer wieder die Pfleger zum Lachen zu bringen. Manchmal bin ich vermutlich auch bemitleidenswert. Das erkenne ich an den traurigen Blicken, die mir die Pfleger zuwerfen, wenn ich tränenüberströmt und blutend vor ihnen stehe.
Ich glaube ich mache Fortschritte. Ich lasse meine Wut langsam raus und richte sie nicht nur gegen mich.

Was ich aber ganz genau weiß....

ich werde in ca. 4-6 Wochen entlassen. Nicht als geheilt, sondern als therapiefähig. Ein wackeliges Vorhaben. Es kann nach hinten losgehen.
Ich weiß auch, dass wir nie zueinander finden würden. Er ist mein Pfleger, ich die Patientin. Er sieht nicht die Frau in mir, sondern das junge Mädchen, was zerzaust und weinend vor ihm steht, den Körper übersäht mit Schnittwunden. Er sieht das Mädchen, was ihm emotionslos von Selbstmordgedanken erzählt und er sieht seinen Job und überlegt das Mädchen auf eine Akutstation zu verlegen. Wären wir uns zu einer anderen Zeit unter anderen Umständen begegnet, hätte er mich vielleicht mit anderen Augen gesehen.

Ich glaube ich kann es schaffen....

4.1.09 00:47


Ich bin auch mal wieder da, allerdings nur von kurzer Dauer. Die letzten Wochen waren ziemlich hart. Ich habe Selbstmorddrohungen ausgesprochen und dannn wurden die Pfleger plötzlich sehr nervös und redeten von meiner Verlegung auf eine Akutstation. Das wollte mir eigentlich keiner antun, aber ab einem gewissen Zeitpunkt könne man die Verantwortung nicht mehr für mich übernehmen. Ich musste denen dann die Hand drauf geben, dass ich keinen Selbstmordversuch hinlege. Nach einigem Zögern hab ich das dann auch gemacht. Dafür hab ich mir dann kochendes Wasser über den Arm gekippt, geschnitten, kochendes Wasser gekippt und wieder geschnitten....ein ziemliches Massaker.

Ich war dann wohl Thema bei sämtlichen Teambesprechungen und Visiten. Man wusste nicht mehr recht was man mit mir tun sollte.

Zu allem Unglück habe ich mich in einen Pfleger bei uns verguckt. Er ist unser Stationsleiter und echt ein netter Typ. Eine ganz sanfte und beruhigende Art. Hab die letzten Wochen sehr viel mit ihm geredet. Er ist echt ein Schnuckel.....aber verheiratet und hat 3 Kinder. War ja klar, oder? Ich muss jetzt aufpassen, dass ich ein wenig Abstand halte.

 An Entlassung ist noch nicht zu denken. Mein Arbeitgeber hat meine Prüfung von Mai auf November verschoben.

Die Trennung von meinem Freund tut mir gut.

Im Moment regiert Panik, Angst, Unsicherheit....gestern habe ich zum ersten Mal gespürt, warum an Weihnachten die Suizidrate so verdammt hoch ist.

25.12.08 18:18


Was ist schon normal?

Ich werde wach durch das aufdringliche Weckerklingeln am Bett neben mir und das erste was ich rieche ist der sterile Krankenhausgeruch. Ich rümpfe die Nase und will mich nochmal umdrehen. Meine Bettnachbarin macht ächzend das Licht an ihrem Bett an. Ich blinzel und ziehe mir die Decke über den Kopf, aber eigentlich habe ich längst erkannt, dass der Kampf aussichtslos ist. So wie jeden Morgen.
Sie steht auf und geht ins Bad. Ich drehe mich um. Mein Bett quietscht und das harte Laken raschelt. Als ich vorsichtig die Augen öffne wird mir klar: Ich bin immer noch hier. Station 5.4 B - Psychiatrie im Krankenhaus. Aktuabteilung. Ich sehe die weiß/gelben Wände die kahl sind und die grünlichen Schränke, die ihre beste Zeit längst hinter sich haben.
Wenn ich das Fenster aufmache und das Rollo hochziehe, kann ich sehr weit gucken, die halbe Stadt überblicken und gucke vom Berg wo das Krankenhaus steht ein paar km weiter auf einen anderen Berg. Dort geht grade die Sonne auf. Ich gucke runter auf den Haupteingang. Schon wieder steht ein Rettungswagen vor der Notaufnahme, schon wieder höre ich das Martinshorn. Ein neuer Tag bricht an. Ein neuer Tag von wievielen noch?
Ich schleppe mich ins Bad, ziehe nur eben schnelle meine Trainingsjacke und eine Jogginghose an. Längst habe ich mich dran gewöhnt, Jeans und Pullover gegen legere Sachen zu tauschen. In der Trainingsjacke habe ich meinen Aufstieg gefeiert, mich vor wichtigen Spielen warm gemacht. Jetzt kommt sie mir vor wie ein Mitbringsel aus einem alten Leben. Handball? Schon lange nicht mehr. Bandscheiben kaputt, Knie kaputt, Psyche kaputt.
Um 7:30 Uhr laufen wir los. Wir- die 18 Leute von Station 5.4B und eine Begleitperson vom Pflegepersonal. Wir laufen jeden morgen die gleiche Runde ums Haus. Eine festgeschriebene Route, vorbei an einem Wohngebiet, dem Wirtschaftshof und über den Hubschrauberlandeplatz vom Krankenhaus. Jeden Morgen die gleichen kritischen Blicke der anderen Mitarbeiter und Patienten. Wir sind bekannt im Haus. Jeder weiß, dass wir es sind, die von "da oben" kommen. Die ersten Meter schleppe ich mich mühsam voran. Reden? Jetzt? Um Gottes Willen. Es ist kalt. Ich will wieder ins Bett. Eine Mitpatientin versucht mit mir ein Gespräch zu beginnen, aber ich erkläre ihr, dass ich 10min nachdem ich wach geworden bin, noch nicht sonderlich redselig bin. Als wir nach 15min wieder am Krankenhaus ankommen ist mir warm und ich bin ein wenig wacher.
Dann wird gefrühstückt und um 9 Uhr der Tag besprochen.
Danach geht man getrennte Wege. Jeder hat einen unterschiedlichen Therapieplan. Manchmal sieht man sich den ganzen Tag nicht, manchmal hat man jede Stunde zusammen. Meine Seele ist so unheimlich müde. Jede freie Minute nutze ich zum Schlafen. Ich will meistens auch gar nicht raus. Nicht im Foyer irgendwelchen schwer kranken Leuten begegnen, mich nicht den kritischen Blicken der Leute im Aufzug aussetzen, die sehen: "Ah Station 5.....Psychiatrie" und die daraus resultierende Schlussfolgerung: Die hat einen an der Klatsche. Nein das will ich nicht. Manchmal tu ich es aber doch....stehe unschlüssig im Kiosk rum, kaufe mir ein Eis und esse locker 2 Tafeln Schokolade in 24 Stunden.
Die Therapien sind hart. Man wird geärgert, die Therapeuten reizen einen bis aufs Äußerste.
Meine Stimmung wechselt so schnell wie die Wolken am Himmel ziehen. In einer Minute ist noch alles toll, in der nächsten alles furchtbar. Nur eins ist jeden Tag gleich: Der Kampf mit meinem inneren Ich. Mit der Krankheit, die mich seit 3 Jahren zerfrisst. Jede Minute geht es nicht nur darum wie ich drauf bin, sondern auch wie die Krankheit drauf ist. Manchmal ist alles friedlich. Dann kann ich lesen, lachen, bin entspannt. Manchmal ist es die Hölle. Dann hasse ich mich, hasse die Welt....dann muss ich Schmerzen spüren.
Auch im Krankenhaus setze ich die Klinge an. Der Effekt ist nicht zu toppen. Wenn das kalte Metall über die Haut schneidet und das erste Blut tropft- dann geht es mir gut. Dann weiß ich: Ich lebe noch!
Danach gehe ich lächelnd wieder raus: Alles prima. Ich und Schwäche zeigen? Niemals. Oder doch? Einmal stand ich direkt am zweiten Tag verheult und völlig am Ende vor dem Schwesternzimmer. Und jeder fragt immer ob es tief ist. Haben Sie tief geschnitten? Woher soll ich das wissen verdammt? Reicht es nicht, dass ich mich überhaupt schneide? Muss es tief sein? Reicht es nicht, dass ich die Schnitte mittlerweile auch über die Pulsadern setze? Muss es erst einmal zu spät sein?
Man will mir in der Therapie Ersatzschmerzen bieten. Heißes Wasser....Chillischoten kauen- das ich nicht Lache. Den Gefallen kann ich leider keinem tun.
Ich bin stark, kämpfe mich von einer Therapie zur anderen, unterdrücke hier meine Tränen, dort meine Wut, mache hier ein Späßchen und führe dort ein Gespräch und wenn ich schonmal dabei bin, dann kann ich ja auch noch eine Mitpatientin trösten, die seit dem Morgen nur am Heulen ist. Man hört sie über die ganze Station. Den ganzen Tag. Und nicht nur sie. Von der Nachbarstation (der Geschlossenen), hört man eine Frau "Hallo" rufen. Auch schon den ganzen Tag. Abends wenn es dunkel wird, geht das Neonlicht an. Kaltes Licht. Dann stehe ich oft in der hintersten Ecke am Fenster und gucke raus. Ich sehe Besuch kommen und gehen. Ich fühle meine Schnitte am Arm und weiß ich habe jemanden, der immer für mich da ist....der mich nicht im Stich lässt. Da kann ich selber bestimmten wer mir weh tut und wie doll. Die Klinge.
Manchmal, wenn sie meinen es ist zu schlimm, ich "rutsche ab", dann gibts eine Tablette. Orange. Klein. Die muss ich dann unter Aufsicht schlucken. Danach ist plötzlich alles ganz einfach. Schlechte Gedanken werden verdrängt. Überhaupt kann man dann nicht mehr richtig denken. Die Gedanken ergeben nur einen Brei. Die Augen fallen zu und die Krankheit scheint sich schlafen zu legen.
Und dann....dann bin ich doch manchmal ganz schwach....dann stehe ich dort und weine. Danach trockne ich mir die Tränen ab, drehe mich um - und gehe lächelnd hinaus.
Ein ganz normaler Tag auf Station 5.4 B
16.11.08 00:39


So das wird mein vorerst letzter Eintrag auf unbestimmte Zeit. Morgen geht es ins Krankenhaus und dann mal sehen wie lange ich es dort aushalte. Die Aufregung lässt sich kaum noch steigern. Natürlich werde ich den Blog wieder in Betrieb nehmen, sobald ich da bin oder mal online gehen kann
26.10.08 21:52


So die Vorbereitungen sind größtenteils abgeschlossen. Der Koffer geht zwar noch nicht zu, aber naja....nun sind es nur noch wenige Stunden und im Moment fühle ich mich ein bisschen wie ein kleines Kind, was den Rockzipfel seiner Mutter nicht loslassen will. Dabei geht es mir natürlich nicht um die Gesellschaft meiner Mutter im Speziellen, sondern um mein Umfeld, mein gewohntes Leben. Mit Veränderungen habe ich mich schon immer schwer getan und grade mit dieser. Das ich niemanden habe, der mich mal in den Arm nimmt und hinter mir steht macht die Sache noch schwieriger- und das ich die nächsten Tage/Wochen damit verbringen darf mein Seelenleben vor fremden Leuten auszubreiten noch mehr. Ich würde am liebsten in grenzenloser Panik zu meinem Therapeuten fahren und mich dort einbunkern. Aber der ist ja auch krank.

Am meisten quälen mich im Moment die Gedanken an IHN....an seine selbst gewälte Vereinsamung, an seine "Ihr könnt mich alle mal" Einstellung. Am liebsten würde ich mich mal ein paar Tage mit ihm irgendwo einschließen und ihm zeigen, dass ich nicht so bin wie er denkt. Aber das müsste er ja eigentlich nach diesem Sommer wissen. Nun ja, man wird sehen....jetzt muss ich erstmal einen anderen Weg antreten und im Moment ist mir ganz und gar nicht wohl dabei.
26.10.08 16:10


The last days

Die letzten Tage "in Freiheit" (so nenn ich sie still und heimlich) sind nochmal richtig turbulent. Klar, der Krankenhausaufenthalt muss sich ja auch lohnen....

Seit Donnerstag Abend streite ich mich per Mail mit IHM rum. Es ging erst um grundsätzliches, darum, dass er Sachen die ich ihm im Vertrauen erzählt habe im Haus rumerzählt hat. Ich wollte seine Meinung hören. Das war schon ne schwere Geburt und endete mit dem glorreichen Satz: "Glaub doch was du willst, dann geht es dir besser!" nein dann geht es mir nicht besser. Ich muss nicht auf Biegen und Brechen Recht haben, lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen. Danach hab ich ihm die Meinung gegeigt, dass er einen auf coolen Macho macht, damit wir nicht hinter den verletzten Kern gucken können. Daraufhin kam nichts mehr. Gestern abend ging es dann weiter, denn - er warf mir vor, dass ich - ausgerechnet ich - im Haus damals rumerzählt hätte, dass er damals die Affäre mit meiner Kollegin aus dem 2. Lehrjahr hatte. Das musste man nicht rum erzählen, das wusste auch so jeder....
Als ich ihn gefragt habe wie er auf die Idee kommt, hat er mir glatt mal bei wer-kennt-wen die Freundschaft gekündigt. Nun gut, das ist auch eine Antwort. Ich war schon am überlegen ob ich ihn loben sollte, dass er das Kreuzchen gefunden hat wo man Freundschaften kündigen kann, aber ich habs gelassen angesichts seines Temperamentes.
Ich habe nur gefragt ob wir vielleicht runter kommen können und mal normal miteinander schreiben können. Zunächst kam dann nichts mehr- allerdings heute abend dann das hier:


An:
Wann: Heute, 18:59

Re: PS



schau mal ich möchte mich nicht mehr dazu äußern weil
meine worte ja eh umgedreht werden und weil ich denke
es wird schon genug blödsinn über mich erzählt obwohl
keiner ( ausgenommen iris ) von den anwesenden leuten
im gericht mich richtig kennt und auch nicht
kennenlernen wird alles was ich auf arbeit zeige ist
nicht mein privatperson sondern das gesicht was ihr eh
denkt wie ich bin
ich möchte weder mit dir noch mit einem anderen über
mich reden das hat nichts mir dir zu tun ich möchte
einfach für die zeit die ich ( wer weiß wie lange )im
gericht arbeite nur noch den abstand halten
damit denk ich ist alles gesagt
ciao

 

Danach standen mir die Tränen in den Augen. Es ist wieder so typisch für ihn. So viel Verletztheit....so viel Frust. Ich würde diese Mauer, diesen harten Kern so gerne durchbrechen. Ich hab ihn im Sommer weich erlebt. Ohne Macho Allüren. Einfach nur nett. Ich hab mich in diesen Mann verliebt. Ohne Ende. Es tut mir so weh wenn er schreibt, dass ihm jedes Wort im Mund umgedreht wird und mich scheinbar damit einbezieht. Es tut mir wirklich weh. Irgendwie läuft das im Moment bei uns auf Arbeit alles in die falsche Richtung. Vor 3-4 Monaten war es noch kein Problem, wenn er sich locker mit einem unterhält. Da haben wir uns über sein WE unterhalten usw....jetzt kriegt er von der obersten Etage ne Maulsperre verhängt...wie ich die Leute dafür hasse. Nur weil man dort mit seiner Art nicht klarkommt.
Ich würd ihn am liebsten in den Arm nehmen. Ich weiß das braucht er nicht und das will er nicht.

Es wäre jetzt vermutlich nebensächlich, zu erwähnen, dass ich mich heute Morgen aus lauter Frust über den Streit geschnitten habe....

25.10.08 18:16


Wir haben uns alle schrecklich lieb...

...oder auch nicht! Ich hatte heute die mehr oder weniger wunderbare Anwandlung, im Rahmen meines baldigen Abschiedes aus der Arbeitswelt (morgen ist mein vorerst letzter Tag) IHM auch nochmal richtig schön die Meinung zu sagen...naja richtig schön ist vielleicht zu viel gesagt, ich habe mich zurückgehalten, weil ich einfach nicht frei schreiben konnte, ohne andere Leute (meine geheimen Quellen sozusagen) in Schwierigkeiten zu bringen oder Gefahr zu laufen morgen von ihm das Geschirr in der Kantine hinterher geschmissen zu kriegen. Und Es wäre doch wirklich schade um die Teller- wo ich doch morgen ein Abschiedsfrühstück habe.
Auf jeden Fall hat er dann - oh wunder - sich zu einer Antwort hinreißen lassen, die - wie erwartet - ziemlich zickig ausfiel. Es wäre besser Abstand von mir und den anderen Azubis zu halten. Ah ok. Meine nächste Antwort wurde dann schon etwas schärfer, seine danach noch einen Ton und dann hab ich einfach mal geschrieben was ich so denke und eine halbe Analyse seines Charakters hingelegt von wegen coole Fassade und was vorspielen damit man nicht verletzt wird. Na super, also ob so ein Zoff jetzt vor meinem Abschied noch sein musste? Ich weiß es selber nicht. Und ich denke auch ich laufe bei dem Versuch ihm zu erklären, dass ich nicht so scheiße bin wie er denkt gegen eine Wand.

Es ist irgendwie schade....ich versteh es nicht...ich seh uns im Sommer in der Bar stehen...draußen, es ist warm. Wir stehen unter den künstlichen Palmen, inmitten von Jubel Trubel Heiterkeit, er raucht, wir quatschen...er erzählt mir wie unglücklich er ist, wie seine Ex Freundinnen ihn enttäuscht haben usw....er breitet seine Seele vor mir aus....und verhält sich jetzt als hätte ich ihn verraten. Irgendwo ist da wohl was schief gelaufen in der Kommunikation zwischen Männlein und Weiblein, aber das wäre ja nichts Neues. Ich sehe uns zusammen lachen, ich sehe wie ich ihm aus Spaß einen Check mit dem Ellbogen gebe....wie er mich fragt ob ich bei ihm schlafen will....so viel zum Thema Abstand halten.

Morgen den Tag werde ich noch mit hoch erhobenem Haupt über die Bühne bringen...werde mir nichts anmerken lassen in der Kantine, werde die Coole und Unnahbare spielen, eh ich dann ab morgen Abend ganz viel Zeit hab zusammen zu brechen.

Manchmal denke ich - wäre es ohne Männer einfacher?

23.10.08 23:11


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